Dieser albanische Student hat die beste Bachelorarbeit

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Der frische Chemie-Ingenieur Veton Sadiku aus der Schweiz hat den 1. Preis mit seiner Bachelorarbeit gewonnen! Er ist 1992 in Shtime im Kosovo geboren und wuchs in Düdingen, im Kanton Freiburg auf. Der mittlerweile 25-jährige absolvierte im Jahre 2012 die Ausbildung zum Kunststofftechnologen als Jahrgangsbester. Nach der technischen Berufsmaturität konnte Veton ein Praktikum in organischer und analytischer Chemie an der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA) absolvieren. Anschliessend studierte er Chemie-Ingenieurswesen an der HTA, wofür er im Oktober 2017 zum Chemie-Ingenieur gekürt wurde. Für seine Bachelorarbeit «Production du PLA par extrusion à partir de L-Lactide» wurde dem frisch gebackenen Ingenieur der diesjährige Preis «Syngenta Crop Protection Monthey SA 2017» von Syngenta verliehen. Aus diesem Anlass wurde der beste Chemie-Ingenieur 2017 exklusiv von Shqip News interviewt.

1.) Sie haben sich entschieden, Chemie zu studieren. Wie kam es dazu?
Meine Ausbildung zum Kunststofftechnologen war mit viel Chemie verbunden. Daher entschied ich mich, Ingenieurswesen in Fachrichtung Chemie zu studieren. Chemie-Ingenieur mit Background im Polymerbereich sah ich als eine gute Basis für meinen beruflichen Werdegang.

2.) Beschreiben Sie ein bisschen Ihre Arbeit.
PLA, polylacticacid, ist ein biologisch abbaubarer Kunststoff, welcher aus natürlichen Ressourcen wie Pflanzenabfall oder Zucker produziert wird. Das Ausgangsprodukt L-Lactid reagiert im Extruder unter Wärme- und Schereinfluss zu PLA. Bei der Arbeit ging es darum, den Extrusionsprozess von L-Lactid zu PLA zu optimieren.

3.) Herr Sadiku, Sie wurden als bester Ihres Studiengangs gekürt. Haben Sie diesen Preis erwartet?
Ehrlich gesagt, wurde uns Absolventen kurz vor der Diplomverleihung mitgeteilt, dass Preise verliehen werden. Ich war so auf das Diplom fixiert, dass ich jegliche Preise ausgeblendet hatte.

4.) Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie aufgerufen wurden?
Es kam so überraschend, dass ich dies erst am nächsten Tag wirklich realisieren konnte. Mit dieser Auszeichnung habe ich nicht gerechnet.

5.) Was denken Sie, was muss eine Arbeit haben, um so einen Preis zu erhalten?
Alle Komponenten müssen stimmen. Nebst der schriftlichen Arbeit muss dazu die praktische Arbeit kohärent sein. Bei jeder Problemstellung müssen so rasch wie möglich Lösungsansätze erarbeitet und implementiert werden. Desweiteren ist die Verteidigung der Arbeit vor den Experten ein weiteres Kriterium. Grundsätzlich muss alles stimmen. Ich habe sehr oft bis spät in die Nacht daran gearbeitet.

In anderen Worten: Es muss viel Herzblut reingesteckt werden.

6.) Was planen Sie in naher Zukunft?
Ich werde mich im Polymerbusiness mit antibakteriellen und antimykotischen Wirkstoffen weiter spezialisieren.

7.) Was geben Sie der zukünftigen Generation weiter?
Mit grossem Willen kann alles erreicht werden. Als Kunststofftechnologe hatte ich nicht denselben Background in chemischer Hinsicht wie meine Kollegen, welche eine Chemielaboranten-Ausbildung genossen haben. Dies hat mich jedoch nicht davon abgehalten, mich stetig zu verbessern! Mit Motivation und reichlich Herzblut ist alles möglich!

Für diese besondere Auszeichnung hat Veton Sadiku von Syngenta zudem einen Bonus von 1’000 CHF erhalten. Shqip News wünscht Herrn Sadiku weiterhin viel Erfolg und bedankt sich für das eindrückliche und angenehme Interview!

Erstellt: 25.10.2017, 17:00 Uhr

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