Der Botschafter des Kosovo in Grossbritannien, Lirim Graiçevci, gab ein Interview für die US-amerikanische Onlinezeitung «The Huffington Post», indem er über die Ursprünge des albanischen Volkes und über die Religion der Albaner sprach. Graiçevci sagte, dass die Albaner, bevor die albanischen Gebiete von den Osmanen erobert wurden, allesamt Christen gewesen sind. Ausserdem erwähnte er, dass mit der Herrschaft des Osmanischen Reiches die meisten Albaner zum Islam konvertiert sind. Die Konvertierung zum Islam bezeichnete er wortwörtlich als eine Sünde, die die Albaner dazumal begangen hätten.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein kosovarischer Diplomat/Vertreter in solchen Misstönen in Bezug auf den islamischen Glauben spricht, um sich vor westlichen Medien so weit wie möglich vom Islam abzugrenzen. Dabei ist sich Graiçevci über die Geschichte seines eigenen Volkes nicht im Klaren. Die albanischen Imame haben eine tragende und zentrale Rolle für die Unabhängigkeit Albaniens gespielt. Ohne die Mitwirkung der albanischen Muslime, wäre es nie zu einer einheitlichen Unabhängigkeitserklärung gekommen. Der Islam ist ein wesentlicher Bestandteil der albanischen Kultur und Geschichte, denn 500 Jahre können nicht einfach so ausgeblendet werden. Graiçevci sät zu unserem Leidwesen Zwietracht, denn schliesslich wird er mit Steuergeldern von Bürgern mehrheitlich muslimischen Glaubens bezahlt. (Shqip News)
Erstellt: 29.11.2017, 20:41 Uhr