Israel hat die Bombardierung Jugoslawiens durch die NATO 1999 nicht unterstützt. Der damalige israelische Aussenminister, Ariel Sharon, kritisierte die Bombardierung der NATO als einen Akt des „brutalen Interventionismus“. Er rief sogar seine amerikanische Amtskollegin Madeleine Albright an, um ihr zu sagen, dass er nicht gerade begeistert über die von den USA angeführte Bombardierungskampagne in Jugoslawien sei. Sharon wollte die NATO-Intervention aufhalten, da er laut eigenen Aussagen befürchtete, dass ein autonomes oder sogar unabhängiges Kosovo zu einem Sprungbrett für islamisch-fundamentalistischen Terrorismus werden könne. Im Nachhinein versuchte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu die perfiden Behauptungen seines Aussenministers zu entschärfen – wohl auch im Bedrängnis der Vereinten Nationen.
In einer Rede vor amerikanischen und jüdischen Führern warnte Sharon vor den „Gefahren“, die entstehen könnten, wenn man den Kosovo-Albanern einen unabhängigen Staat geben würde:
Er [der Staat, der Kosovo]ist in Zukunft verpflichtet, ein Teil von Gross-Albanien zu werden und als Basis für den radikalen islamischen Terrorismus zu dienen – dessen Kern bereits dort existiert – und der sich in ganz Europa ausbreiten könnte.
Diese Aussagen wurden vom israelischen Aussenministerium nicht bestritten. (Shqip News)
Erstellt: 18.08.2018, 21:12 Uhr